Einen sehr unterhaltsamen und stimmungsvollen Abend bot der TC Birstein den anwesenden „Narren“ in seiner Faschingssitzung vom vergangenen Samstag. „Klein, aber fein!“, ist das Motto dieser mittlerweile im Birsteiner Vereinsleben etablierten Veranstaltung. Sicherlich machen die lockere Atmosphäre im Clubheim, die Nähe der Protagonisten zum Publikum und nicht zuletzt auch die Tatsache, dass zwischen den einzelnen Programmpunkten auch immer etwas Zeit zum Entspannen bleibt, den Reiz dieser etwas anderen Faschingssitzung aus. Schön, dass auch dieses Mal etliche Nichtmitglieder den Weg zum TCB fanden.
Vom Kampf mit dem "Navi" -
Den Start machte Hans-Dieter Eitel als Protokoller. Gewohnt souverän und unterhaltsam informierte er die Anwesenden über allerlei
amüsante Geschehnisse des vergangenen Jahres, über die der eine oder andere lieber den Deckmantel des Schweigens gelegt hätte. Anfahrten zu falschen Tennisplätzen, der missglückte Kampf mit einem „Navi“ und ein Konzert, das mit einer Zeitverschiebung von einem Jahr stattfand, waren einige der Punkte, die die alte Weisheit „Das Leid des einen ist die Freud des anderen“ in allerbester Manier bestätigten.
Erfolgloser Herausforderer bei "Schlag den Schlums" -
Weiter ging es mit einer Abwandlung einer bekannten Fernsehshow. In „Schlag den Schlums“ musste HerausfordererKlaus Roskoni unter den Augen der Moderatorinnen Marion Köstner, Carmen Havekost und Sonja Lofink
Geschicklichkeit und schnelle Reaktionen zeigen, um genügend Tennis-Wichtel für einen Sieg zu ergattern.Doch unwillige Eier, äußerst schlüpfrige Trauben und knifflige Fragen verhinderten einen Sieg, so dass es im kommenden Jahr vielleicht wieder „Schlag den Schlums!“ heißen wird.
Schlagerstars in Perfektion! -
Spätestens mit Anspielen des Vorspanns wurde den Gästen klar, dass der nächste Programmpunkt etliche Jahre zurück zur guten, alten ZDF-Hitparade führen würde. Dieter Thomas Heck, alias Klaus Roskoni, führte gekonnt durch das Programm und bestach durch detailreiche und teilweise bisher der Öffentlichkeit noch nicht bekannte Informationen zu den einzelnen Interpreten. Der wie immer gut gebräunte Roberto Blanco alias Claus Bittner sorgte mit „Ein bisschen Spaß muss sein“ und „Amarillo“ dafür, dass schon mit dem ersten Auftritt der Funke auf die Gäste übersprang. Der „Grand Seigneur“ des deutschen Schlagers, Udo Jürgens alias Hartmut Dietz demonstrierte anschließend mit „Griechischer Wein“
und am Piano „Bitte mit Sahne“ eine bis heute unerreichte Eleganz und Ausdrucksstärke. Dagegen beeindruckte Jürgen Marcus alias Ingo Birkenberger durch seine Dynamik und temperamentvollen Bewegungen. Mit „Festival der Liebe“ und „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ zog er die Fans sofort in seinen Bann. Kurz zuvor aus Griechenland eingetroffen, zeigte sich Costa Cordalis alias Thomas Neff in Birstein schon wieder von den Reisestrapazen erholt und präsentierte sich in Bestform. Mit seinem unwiderstehlichen Charme und den Hits „Steig in das Boot heute Nacht“ und „Anita“ gewann er spielend leicht die Herzen der anwesenden Frauen. Den Platz an der Sonne belegte jedoch die einzige Frau im Feld: Die „Göttin aus dem Pelepones“, Nana Mouskouri alias Peter Köstner, beeindruckte durch Ihre weibliche Eleganz und Austrahlung. Mit getragenen Gesten trug sie ihren Hit „Weiße Rosen aus Athen“ vor, überzeugte aber auch mit gekonnten Hüftbewegungen bei „Guten Morgen, Sonnenschein“.
Als Single-Frau hat man es schwer -
Wie schwer es sich als Single lebt und um wie viel schwerer es noch ist, diesen Zustand zu ändern, darüber informierte auf sehr amüsante und anschauliche Art und Weise anschließend Ilse Hartwig
die Gäste. Unter dem Motto „Frau sucht Mann“ führte sie zahlreiche und listenreiche, aber dennoch erfolglose Maßnahmen zur Eroberung eines Göttergatten auf. Am Ende blieb jedoch nur die Erkenntnis, dass trotz aller Zugeständnisse an das starke Geschlecht eine Mutter von 12 Kindern nur schwer zu vermitteln ist.
Ein Blind-Dance als Blickfang -
Einen außergewöhnlichen Auftritt mit phantasievollen Kostümen legten Ute Neff und Beatrix Manz hin. Zu den Klängen von „Saturday Night Fever“ zeigten die beiden Disco-Mädels bei ihrem eindrucksvollen „Blind-Dance“, dass
man auch mit 40 noch Bauch zeigen kann. Da dürfte mancher männliche Zuschauer Stielaugen bekommen haben. Alleine Kostümierung und Idee waren einen Sonderpreis wert! Mit Worten kann man diesen Auftritt nicht wirklich beschreiben; daher empfiehlt sich unbedingt ein Blick in die Fotogallerie.
"Lieber auf Fett geschwappelt als auf Knoche gerappelt" -
Bei „Germany’s Next Top Moppel“ war das Motto auch Programm: „Lieber auf Fett geschwappelt als auf Knoche gerappelt!“ Die Jurymitglieder, der hemdsärmelige Günther A. alias Michaela Härtel, die doch etwas strenge Christine v. I. alias Silvia Bittner und natürlich der gewohnt emotionale
Bruce alias Mona Stingl gaben sich wirklich alle Mühe, die Modells fair zu bewerten, machten aber auch klar: Ohne Fleisch auf den Rippen war heute nichts zu gewinnen! Trotz eleganter Bewegungen auf dem Catwalk und zunehmendem Körperumfang mussten nacheinander die Modells Cindy alias Janina Abe-Neff und Mandy alias Jennifer Schlums die Segel streichen. Mittlerweile zu wahren Wonneproppen gewandelt, zickten die beiden verbliebenen Modells Fiona alias Jessica Schlums und Gisele alias Ines Schöhl um den Sieg. Den Juroren fiel es sichtlich schwer, eine Entscheidung zu treffen, besonders Bruce musste mit seinen Tränen kämpfen. Doch nach intensiven Beratungen wurde Gisele zum „Top Moppel“ gekürt.
Rocksession im Tennisheim - Den Schlusspunkt setzten wie gewohnt die „Bad Boys“ des TCB mit ihrem zweiten Auftritt. Dieter Bohlen alias Klaus Roskoni kündigte mit gewohnt ätzenden Sprüchen den Zuschauern die jeweiligen Acts an. „Elvis lebt!“, das wurde allen Gästen schnell klar, als der einzige und wahre K
önig des Rock‘n Rolls alias Thomas Neff zu den Takten von „Jailhouse Rock“ und „Hound Dog“ seine Hüften kreisen ließ und das Mikrofon zwischen seine Beine klemmte. Sie sind immer auf der Flucht und werden doch niemals geschnappt: Die Blues Brothers! Und sie waren an diesem Abend leibhaftig in Birstein. Ingo Birkenberger und Peter Köstner brachten das Tennisheim mit „Soulman“ und „Everybody needs somebody“ zum Abrocken. Doch noch stand der Auftritt der Hardrocker von AC/DC aus. Spätestens bei den ersten Tönen zu „Highway to Hell“ lief den Anwesenden eine Gänsehaut über den Rücken. Und dann ging im wahrsten Sinne des Wortes die Post ab. Claus Bittner und Hartmut Dietz tanzten wie wilde Derwische über die Bühne, einzigartige Gitarrenriffs und beeindruckende Luftsprünge wechselten sich in schneller Folge ab. Mit „You shook me all night long“ schlossen die beiden die Rocksession der TCB-Bad Boys ab.
Dafür, dass die Stimmung weiter hoch blieb und ordentlich getanzt wurde, sorgte anschließend DJ Kellermatz mit seiner Mischung aus Klassikern und aktuellen Hits. Die Party ging noch lange weiter. Erst in den frühen Morgenstunden verließen die letzten Gäste das Tennisheim.
Vielen Dank - Der Verein bedankt bei den vielen Helfern für die tolle Dekoration, die Unterstützung beim Einstudieren der Auftritte, den Dienst hinter der Theke, das Schminken vor den Auftritten, das undankbare Aufräumen am Folgetag und die vielen, vielen anderen Tätigkeiten - die eine solche Veranstaltung erfordert - ganz, ganz herzlich! Ohne Euch wäre eine so gelungene Faschingssitzung nicht möglich gewesen.
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...zum entsprechenden Presseartikel vom 4. Februar 2009 (GNZ)
...zum entsprechenden Presseartikel vom 5. Februar 2009 (GT)
...zum Presseartikel "Blind Dance" vom 11. Februar 2009 (GNZ)
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